Ratgeber, Sockelleisten

Fußleisten mit Acryl kleben

Fußleiste wird mit Acryl geklebt

Techniken, Sockelleisten zu kleben, gibt es viele. Zentrales Element ist dabei stets das Klebemittel, mit dem die Leiste fixiert wird. Die Spanne reicht vom Montage- und Kontaktkleber über den Heißkleber bis hin zu Klebestreifen. Weniger bekannt ist hingegen, dass auch Acryl als Klebemittel verwendet werden kann. Fußleisten kleben mit Acryl bringt sogar zwei große Vorteile mit sich: Erstens lassen sich damit auch ganz wunderbar Fehlstellen und Übergänge an den Kanten kaschieren. Acryl kann also dabei helfen, einen ordentlichen optischen Eindruck zu erzielen. Zweitens bleibt der Stoff auch nach dem Aushärten noch relativ elastisch und ist damit in der Lage, Stöße gegen die Sockelleiste abzufedern. Allerdings gibt es da auch einen Nachteil: Die Klebekraft von Acryl ist nicht besonders hoch.

Was genau ist eigentlich Acryl?

Sehr wohl können mit Acryl jedoch Zier- und Fußleisten geklebt werden, da diese relativ leicht sind und deshalb auch keine besonders starke Klebewirkung vonnöten ist. Acryl ist im Handel überwiegend in Kartuschen erhältlich. Um das Material verarbeiten zu können, braucht es deshalb zwingend eine Kartuschenpresse. Darüber hinaus ist ein Spatel bzw. eine Spachtel zu empfehlen, um überschüssiges Material möglichst schnell entfernen zu können.

Fußleisten kleben mit Acryl: Eine kleine Schritt für Schritt Anleitung

1. Schritt:

Bevor Sie mit dem Kleben der Leisten beginnen, sollten diese bereits in den richtigen Größen zugeschnitten worden sein. Wichtig dabei ist, dass Sie möglichst wenige Nahtstellen produzieren, da diese meist einen unschönen optischen Eindruck hinterlassen. Anschließend müssen sie die Leistenseite, auf der jeweils das Acryl aufgetragen wird, von Fett und Staub reinigen. Soweit möglich sollte Sie auch die Wand, an die die Leiste geklebt wird, gründlich reinigen und insbesondere von groben Verschmutzungen und Staub befreien.

2. Schritt:

Jetzt können Sie das Acryl mit der Kartuschenpresse bzw. der Klebepistole auf die Leiste auftragen. Dabei empfiehlt sich der Auftrag in Form einer Sinuswelle. Mit einer Spachtel verstreichen Sie das Acryl nun möglichst gleichmäßig auf der Leiste. Ziel ist es, dass die komplette Leistenfläche gut mit dem Klebemittel bestrichen ist. Um das gewährleisten zu können, müssen Sie eventuell mehrmals erneut Acryl auftragen. Sie sollten besonders darauf achten, dass vor allem der obere Rand der Leiste gut bestrichen ist, da sonst die Gefahr besteht, dass sich an dieser heiklen Stelle die Leiste wieder von der Wand löst.

3. Schritt:

Unmittelbar nach dem Auftragen und dem Verteilen des Acryls auf der Leiste können Sie diese an die Wand drücken. Dabei ist dann tatsächlich etwas Druck über einen gewissen Zeitraum erforderlich. Überschüssiges Klebematerial, dass durch das Andrücken aus den Rändern quillt, sollten Sie schnell mit der Spachtel oder dem Spatel entfernen. Nahtstellen bzw. Übergänge werden anschließend gesondert mit Acryl bestrichen und die betreffenden Leistenstücke gut aneinandergedrückt.

Für welche Art von Leisten sich Acryl besonders eignet

Wie bereits erwähnt ist die Klebekraft von Acryl nicht besonders ausgeprägt. Das Material empfiehlt sich deshalb in erster Linie für Sockelleisten, die relativ leicht sind. Flexible bzw. biegbare Leisten aus Kunststoff lassen sich mit Acryl gut kleben. Für MDF-Sockelleisten sollten Sie hingegen auf ein Mittel mit einer deutlich stärkeren Klebekraft zurückgreifen. Hier ist der klassische Montagekleber mit großer Wahrscheinlichkeit die eindeutig bessere Wahl.

Der große Vorteil von Acryl

Acryl bleibt nach dem Aushärten noch relativ elastisch. Das heißt, der Klebstoff wird nicht vollkommen starr. Zwar ist Acryl weit weniger elastisch als Silikon und kann unter Umständen auch brechen, allerdings bleibt er dennoch erstaunlich flexibel. Damit eignet er sich ideal als Klebemittel für alle Untergründe, die arbeiten. Außerdem lassen sich damit auch Stöße auf die Sockelleiste, wie sie beim Staubsaugen oder beim Putzen passieren können, gut auffangen bzw. neutralisieren. Und müssen die Leisten irgendwann wieder gelöst werden, hilft die geringe Klebekraft und die Elastizität des Acryls dabei, dass diese ohne großen Aufwand erledigt werden kann.

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